HPR – Gespräch über Zuständigkeiten, Personalfragen und Beförderungspraxen

 

Im November 2010 haben sich die Beamtenvertreter Uwe Engelmann und Martin Krüger des Hauptpersonalrats (HPR) mit den Mitarbeitern der Abteilung 1 des Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft (MIL) zu einem ersten Gespräch getroffen. Durch die Umstrukturierung des Ministeriums trafen unterschiedliche Arbeitsweisen und Auffassungen aufeinander und führten zu Missverständnissen und unnötigen Reibungsverlusten. Es ist gegenwärtig so, dass der HPR für alle Beamten des ehemaligen MIR direkt zuständig ist und die Beamten des ehemaligen MLUV (Ministeriums für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Verbraucherschutz) durch die örtlichen Personalräte vertreten werden. Diese Regelung will das MIL aus „Tradition“ weiter pflegen. Im Vorfeld dieses Gespräches konnte auch geklärt werden, wie viele Beamte in jeder Dienststelle arbeiten!

 

Schwerpunk Beförderungen

Ein Schwerpunkt der Diskussion war die unterschiedliche Beförderungspraxis im jetzigen MIL. In allen Geschäftsbereichen wird regelmäßig befördert. Die Beförderungsdienstposten werden ausgeschrieben, und die Beamten werden nach erfolgreich geleisteter Bewährungszeit in der Regel befördert. Nur die Beamten des Landesbetrieb Forst Brandenburg (LFB) wurden seit sechs Jahren nicht befördert!!! Die Hausleitung sieht sich hier nicht in der Verantwortung. Der Landesbetrieb Forst kann selbstständig handeln. In Gesprächen vorgebrachte Erklärungsversuche der Hausleitung für diese Situation konnten die beiden Beamtenvertreter entkräften, wie z. B. kein ausfinanziertes Personalbudget und ein nicht vorhandener Stellenkegel.

 

Personalabbau

Die Umsetzung des geplanten Personalabbaus im LFB war ein weiterer wichtiger Diskussionspunkt. Hier wurde deutlich, dass Ministeriumsmitarbeiter, die nicht von der Reform betroffen sind, die Probleme der Menschen im ländlichen Raum nur ungenügend nachvollziehen können. Die Gefühle der Forstmitarbeiter, die ihren Beruf als Berufung begreifen, müssen ihnen vorkommen wie Erzählungen aus längst vergangenen Zeiten.

Es ist den Mitarbeitern der LFB und der anderen Dienststellen zu wünschen, dass das Ministerium die Verantwortung für seine Mitarbeiter wahrnimmt und diese nicht als reine Einsparquote ansieht. Es wurde vereinbart, sich regelmäßig zu treffen und anstehende Probleme gemeinsam zu klären.

 

 

HPR – Personalwechsel und ausstehende Beförderungen

 

Im Monatsgespräch vom Dezember 2010 hat der Beamtenvertreter des Hauptpersonalrats (HPR), Martin Krüger, über das Treffen mit den Mitarbeitern der Abteilung 1 des Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft (MIL) informiert.

Das MIL hält den Direktor des Landesbetriebes Forst Brandenburg (LBF), Hubertus Kraut, dafür verantwortlich, dass im vergangenen Jahr nicht begonnen wurde, den sechsjährigen Beförderungsstau zu beseitigen.

 

Angekündigte Beförderungen

Hubertus Kraut sagte, dass ihm diese besondere Situation sehr bewusst ist. Die Umsetzung der Forstreform nimmt zurzeit all seine zur Verfügung stehende Arbeitskapazität und Kraft in Anspruch. Eine zielgerichtete Unterstützung des MIL würde den Landesbetrieb bei der Lösung solcher wichtigen Fragen unterstützen. Er versprach, im Jahr 2011 würde es auf jeden Fall Beförderungen im LBF geben.

 

Beamtenbeurteilungen vor geplantem Personalwechsel

Martin Krüger wies darauf hin, die meisten Beamten würden 2011 neue Vorgesetzte bekommen. Deshalb ist es erforderlich, alle Beamten vor Beginn des Zuordnungsverfahrens durch ihren jetzigen Vorgesetzten zu beurteilen. Andernfalls vergeht wieder wertvolle Zeit, bis aktuelle Beurteilungen erstellt werden.

Die Betriebsleitung bedankte sich für diesen Hinweis und versprach, die Voraussetzungen für Beförderungen zu schaffen. Dieser Beförderungsstau ist auch verantwortlich, dass unseren engagierten Forstinspektoren (40+) Misstrauen entgegenschlägt, wenn sie sich bei anderen Arbeitergebern bewerben, da ihre Beurteilungen mit ihrer Besoldungsgruppe nicht in Übereinstimmung stehen!

Die Mitglieder der Personalvertretungen werden das MIL und den Direktor des LBF immer wieder auf diese unbefriedigende Situation hinweisen.